Beschreibung
Eine Retrospektive lebt davon, dass sie strukturiert ist und trotzdem ehrliches Feedback zulässt. Das Retro-Regelwerk übernimmt die Vorbereitung: Es wählt ein passendes Format (Start/Stop/Continue, 4Ls, Sailboat, Mad/Sad/Glad), baut eine Zeitblock-Agenda mit Check-in und Check-out, formuliert offene Leitfragen für jede Phase und liefert ein Template, mit dem Input gesammelt und geclustert werden kann. Am Ende steht ein Maßnahmenplan mit maximal drei Punkten, jeweils mit Verantwortlichem und Termin, damit aus der Retro tatsächlich etwas wird.
Gedacht ist der Skill für Scrum Master, Projektleitungen und Teamleads, die Sprint-, Projekt- oder Quartals-Retros regelmäßig vorbereiten und dabei nicht jedes Mal bei null anfangen wollen. Er variiert das Format bewusst, wenn ein Team dieselbe Übung zum wiederholten Mal macht, und hält sich an eine feste Regel: keine Bewertung einzelner Personen, keine Schuldzuweisungen, Fragen bleiben zukunftsorientiert statt anklagend.
Die Grenze: Der Skill moderiert die Retro nicht selbst, er bereitet sie vor. Die eigentliche Gesprächsführung, das Auffangen von Spannungen im Raum und die Entscheidung, wann ein Thema mehr Zeit braucht, bleiben Aufgabe der moderierenden Person. Auch die inhaltliche Bewertung, ob eine genannte Maßnahme wirklich das richtige Problem trifft, kann der Skill nicht leisten, das bleibt Team-Urteil.





