Beschreibung
Die meisten Bewertungen einer Strategie enden beim ersten Effekt: Maßnahme eingeführt, Ziel erreicht, fertig. Das Domino-Raster geht einen Schritt weiter und fragt konsequent nach, was diese Maßnahme im Erfolgsfall als Nächstes auslöst, und danach, was das wiederum auslöst. Über fünf Ebenen hinweg (direkte Folge, neue Möglichkeiten, Systemeffekte, weitergehende Effekte, transformative Effekte) entsteht eine Konsequenzenkette, die oft zeigt: Der eigentliche Hebel liegt zwei oder drei Schritte hinter der ursprünglichen Aktion, nicht in ihr selbst.
Gedacht ist der Skill für Führungskräfte und Strategen, die eine Entscheidung vor der Umsetzung durchdenken wollen, etwa die Einführung eines neuen Tools, einen Prozesswechsel oder eine strukturelle Änderung. Am Ende steht eine Einschätzung, ob das ursprüngliche Ziel tatsächlich der Kern der Sache ist oder eher ein Mittel zu einem wertvolleren Zweck, der erst weiter hinten in der Kette sichtbar wird.
Die Grenze: Jede Ebene der Kette muss sich logisch aus der vorherigen ableiten lassen, der Skill soll nicht spekulieren, wo die Herleitung fehlt. Er ersetzt keine Marktdaten, keine belastbare Prognose und keine Rücksprache mit Betroffenen. Was er liefert, ist eine strukturierte Denkhilfe, kein garantiertes Zukunftsbild.




