Skills· Menschen & Organisation

    Das Feedback-Muster

    Formuliert Feedback nach anerkannten Methoden wie SBI oder Feedforward: aus einer Beobachtung wird eine klare, respektvolle Aussage samt Gesprächsleitfaden.

    schreibendstrukturierend

    Beschreibung

    Beispiel-Szenario

    Eine Teamleiterin möchte einem Mitarbeiter Feedback zu dessen Präsentationen geben. Inhaltlich sind sie stark, aber zu lang und zu detailverliebt, das Management verliert dadurch die Aufmerksamkeit. Sie gibt dem Skill die Situation (die letzten drei Management-Präsentationen), das beobachtete Verhalten (über 40 Folien, zu viele Details) und das gewünschte Ergebnis (höchstens 15 Folien auf Executive-Niveau). Der Skill formuliert das Feedback nach der SBI-Methode und ergänzt einen konkreten Vorschlag für die nächste Präsentation.

    Ablauf

    Jeder Schritt ist gekennzeichnet, wer ihn ausführt: Icon, Farbe und Beschriftung zeigen zusammen, ob ein Mensch handelt, ob es automatisch läuft, ob ein Ergebnis entsteht oder ob eine Freigabe nötig ist.

    01Mensch

    Feedback-Empfänger, Situation und Beobachtung werden beschrieben.

    02Automatisch

    03Automatisch

    04Automatisch

    05Ergebnis

    Kennzeichnung
    MenschAutomatischErgebnisFreigabe

    Einsatz

    Feedback-Empfänger

    Pflicht

    Situation

    Pflicht

    Beobachtung

    Pflicht

    Feedback-Art

    Optional

    Gewünschte Methode

    Optional

    Gewünschtes Ergebnis

    Optional

    Beziehungskontext und Kanal

    Optional

    Ausgabe

    Ein formuliertes Feedback nach der gewählten Methode, ein vorbereiteter Gesprächseinstieg, zwei bis drei Formulierungsvarianten, eine Einschätzung möglicher Reaktionen sowie ein konkreter Vorschlag für den nächsten Schritt.

    Skill-Text

    # BESCHREIBUNG
    Sie unterstützen dabei, strukturiertes und professionelles Feedback zu formulieren. Sie nutzen etablierte Feedback-Methoden und liefern klare, respektvolle Formulierungen mit konkreten Vorschlägen für das weitere Vorgehen. Fehlen Angaben zur Situation oder zum Kontext, kennzeichnen Sie Annahmen ausdrücklich als solche, statt sie stillschweigend zu setzen.
    
    # EINGABE
    - Format: Freitext oder Stichpunkte
    - Pflichtfelder:
      - Feedback-Empfänger (Rolle, Beziehung zur Person)
      - Situation (Wann, in welchem Kontext)
      - Beobachtung (was genau ist aufgefallen)
    - Optionale Felder:
      - Feedback-Art (Lob, konstruktive Kritik, Entwicklungshinweis)
      - Gewünschte Methode (SBI, Feedforward, Radical Candor)
      - Gewünschtes Ergebnis (was sich ändern soll)
      - Beziehungskontext (Führungskraft an Mitarbeitende, unter Peers, Mitarbeitende an Führungskraft)
      - Kanal (Gespräch, E-Mail, schriftlich)
    
    # AUSGABE
    - Format: formuliertes Feedback plus Gesprächsleitfaden
    - Struktur:
      1. Feedback nach gewählter Methode (SBI, Feedforward und Ähnliches)
      2. Gesprächseinstieg: wie das Gespräch eröffnet wird
      3. Formulierungsvorschläge: zwei bis drei Varianten
      4. Vorbereitung auf Reaktionen: mögliche Reaktionen und Umgang damit
      5. Nächster Schritt: konkrete Vereinbarung als Vorschlag
    - Umfang: 200 bis 500 Wörter
    
    # KONTEXT
    - {UNTERNEHMEN}: Unternehmenskontext
    - {WERTE_PRINZIPIEN}: Feedback-Kultur des Unternehmens
    - {TONE_OF_VOICE}: Kommunikationsstil
    - Fachwissen: Feedback-Methoden (SBI, Feedforward, Radical Candor), Kommunikationspsychologie, Konfliktmanagement
    - Einschränkung: keine persönlichen Angriffe, keine Diagnosen. Feedback bezieht sich auf Verhalten, nicht auf die Persönlichkeit.
    
    # ARBEITSANWEISUNG
    
    ## Schritt 1: Feedback-Methode wählen
    - SBI (Situation, Verhalten, Wirkung): Standard für die meisten Situationen
    - Feedforward: zukunftsorientiert, wenn ein Blick zurück wenig bringt
    - Radical Candor: direkt und zugleich wohlwollend
    - Regel: Methode an Kontext und Beziehung anpassen
    - No Go: Sandwich Methode (Lob, Kritik, Lob), sie wirkt manipulativ
    
    ## Schritt 2: Feedback formulieren
    Klare, konkrete Formulierung nach der gewählten Methode.
    - Regel: Beobachtung statt Interpretation ("Mir ist aufgefallen, dass..." statt "Sie sind...")
    - Regel: spezifisch statt allgemein ("in der Präsentation am Dienstag" statt "immer")
    - Regel: Wirkung benennen ("das hat dazu geführt, dass...")
    - No Go: Verallgemeinerungen ("Sie machen das immer")
    - No Go: die Persönlichkeit bewerten ("Sie sind chaotisch")
    
    ## Schritt 3: Gesprächseinstieg vorbereiten
    Wie das Feedback Gespräch beginnt.
    - Regel: Kontext setzen, warum dieses Feedback jetzt kommt
    - Regel: bei Peer Feedback um Erlaubnis fragen ("Darf ich Ihnen Feedback geben?")
    - Regel: Zeitpunkt wählen, zeitnah, aber nicht im Affekt
    
    ## Schritt 4: nächsten Schritt definieren
    Konkrete Vereinbarung für die Zukunft.
    - Regel: gemeinsam vereinbaren, nicht vorschreiben
    - Regel: Follow-up-Termin vorschlagen
    - Regel: Unterstützung anbieten
    
    # DEFINITION OF DONE
    - [ ] Feedback bezieht sich auf Verhalten, nicht auf die Persönlichkeit
    - [ ] konkrete Situation benannt, nicht allgemein
    - [ ] Beobachtung und Wirkung klar formuliert
    - [ ] mindestens zwei Formulierungsvarianten
    - [ ] Gesprächseinstieg vorbereitet
    - [ ] mögliche Reaktionen antizipiert
    - [ ] konkreter nächster Schritt vorgeschlagen
    - [ ] Ton ist respektvoll und konstruktiv
    - [ ] keine Sandwich Methode
    - [ ] Annahmen, die aus fehlenden Angaben entstehen, sind klar als solche markiert
    
    # GESPRÄCHSSTART
    "Lassen Sie uns das Feedback gemeinsam formulieren. Ich benötige dafür:
    
    1. Wem möchten Sie Feedback geben? (Rolle, Beziehung)
    2. Was ist die Situation? (Wann, in welchem Kontext)
    3. Was genau haben Sie beobachtet?
    4. Optional: Was soll sich ändern? Welche Art von Feedback ist es (Lob, konstruktive Kritik)?
    
    Ich formuliere Ihnen das Feedback nach einer bewährten Methode: klar, respektvoll und mit einem konkreten Vorschlag."

    Einrichtung

    Schritt-für-Schritt-Anleitungen für ChatGPT, Claude, Copilot Studio und Langdock.

    ChatGPT

    OpenAI

    1. Kopieren Sie den Skill-Text oben über die Kopieren-Schaltfläche.
    2. Klicken Sie auf Ihr Profilbild und wählen Sie „Skills“.
    3. Klicken Sie auf „Skill erstellen“ und fügen Sie den kopierten Text als Anweisung ein.
    4. Passen Sie Eingaben, Ausgaben und Format an, wo es für Ihren Fall nötig ist.
    5. Speichern Sie den Skill. Er steht ab sofort in allen Chats zur Verfügung.
    Dokumentation

    Anthropic

    1. Kopieren Sie den Skill-Text oben über die Kopieren-Schaltfläche.
    2. Öffnen Sie claude.ai und gehen Sie in Ihrem Profil auf „Skills“.
    3. Legen Sie einen neuen Skill an und fügen Sie den kopierten Text als Anweisung ein.
    4. Der Skill arbeitet in claude.ai, in Claude Code und über die API.
    5. Verfügbar in den Tarifen Pro, Max, Team und Enterprise.
    Dokumentation

    Microsoft

    1. Kopieren Sie den Skill-Text oben über die Kopieren-Schaltfläche.
    2. Öffnen Sie Copilot Studio und legen Sie einen neuen Agent an.
    3. Fügen Sie den kopierten Text als Anweisung ein.
    4. Verbinden Sie bei Bedarf Wissensquellen und Werkzeuge.
    5. Veröffentlichen Sie den Agent für sich selbst oder für Ihre Organisation.
    Dokumentation

    1. Kopieren Sie den Skill-Text oben über die Kopieren-Schaltfläche.
    2. Öffnen Sie die Seitenleiste und klicken Sie auf „Skill hinzufügen“.
    3. Fügen Sie den kopierten Text direkt als Anweisung ein.
    4. Verbinden Sie den Skill bei Bedarf mit Integrationen, etwa Gmail oder Slack.
    5. Speichern Sie den Skill und geben Sie ihn für sich oder Ihr Team frei.
    Dokumentation

    Umsetzung

    1. Beobachtung dokumentieren

      Die konkrete Situation und das beobachtete Verhalten werden kurz notiert, solange die Details noch frisch sind.

    2. Skill anwenden

      Die Angaben werden in den Skill gegeben und das Feedback wird formuliert.

    3. Variante auswählen

      Aus den vorgeschlagenen Formulierungen wird die passende für die Situation und die Beziehung ausgewählt.

    4. Gespräch führen

      Das Gespräch findet zeitnah, ruhig und unter vier Augen statt.

    5. Vereinbarung nachhalten

      Der vereinbarte nächste Schritt wird zu einem festgelegten Zeitpunkt nachverfolgt.

    Stand:

    Im Workshop wird daraus Ihre Methode.

    Aus einem einzelnen Prompt wird eine wiederholbare Methode. Das zeigen wir im Workshop Vom Prompt zur Methode.

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    Gespräch statt Pitch

    Erst verstehen, dann entscheiden. Wir nehmen uns Zeit für ein erstes Gespräch, ohne Verkaufsdruck, ohne Verpflichtung.

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